Piezoelektrische Beschleunigungssensoren bieten bei Schock- und Vibrationsmessungen eine enorme Vielseitigkeit. Diese robusten Sensoren können widrigen Umgebungsbedingungen ausgesetzt werden. Es sind zahlreiche Konfigurationen erhältlich, um eine Vielzahl von Anwendungsanforderungen zu unterstützen. Auch Spezialmodelle mit mechanischen oder elektrischen Sonderanforderungen oder zusätzliche Qualifikationsprüfungen sind ebenfalls verfügbar.

Es gibt zwei große Kategorien von piezoelektrische Beschleunigungssensoren. Sensoren mit integriertem Vorverstärker (ICP®-Typ, Spannungsmodus) und ohne integrierten Vorverstärker (Ladungsausgang). Üblicherweise werden ICP®-Beschleunigungssensoren aufgrund ihrer Benutzerfreundlichkeit, der einfacheren Einrichtung der Messkette und der geringeren Systemkosten bevorzugt. Beschleunigungssensoren mit Ladungsausgang werden meist in Hochtemperaturumgebungen bis zu 700 °C eingesetzt, für die die elektrischen Komponenten in einem Beschleunigungssensor mit ICP®-Technik nicht geeignet sind.

Triaxiale Beschleunigungssensoren ermöglichen gleichzeitige Messungen in drei orthogonalen Richtungen, wodurch die gesamte Schwingung, die in einer Struktur entsteht, analysiert werden kann. Jeder Sensor enthält drei separate Sensorelemente, die im rechten Winkel zueinander ausgerichtet sind. Jede Richtung (Achse) wird vom Datensystem als ein einzelner Kanal betrachtet. Die Signalausgänge für die x-, y- und z-Achsenbeschleunigung werden über mehrpolige elektrische Steckverbinder, einzelne Kabeladern oder Mehrfach-Koaxialstecker bereitgestellt.

Der Einsatz von triaxialen Beschleunigungssensoren hat an Bedeutung gewonnen, da der Bedarf an fundierten Strukturschwingungsanalysen zugenommen hat und die Kosten für die mehrkanalige Datenerfassung gesunken sind. Diese Geräte sind wichtige Werkzeuge für die Testanforderungen der Strukturanalyse. Hersteller führen diese Analyse bei der Produktentwicklung, bei technischen Studien, bei der Fehlersuche und bei der Validierung der Produktnutzung durch.